5 wichtige Regeln bei einem Busch-Walk

Ein Busch-Walk in Südafrika ist ein ganz spezielles Safari-Abenteuer für Tier- und Naturfreunde.Viele private Safari Lodges bieten dies täglich ihren Gästen an.
Kleidung, Fortbewegung, Handzeichen: Nur wer sich zu Fuß im Busch richtig verhält, kann den Nervenkitzel mit allen Sinnen genießen. Wichtige Regeln zur Sicherheit für Gäste auf der Suche nach wilden Tieren.

Busch-Walk – In den Fußstapfen der Big 5

Atemberaubende Sonnenuntergänge, davor die Silhouette einer Elefantenherde, die über die Plaine des südafrikanischen Busches streifen, Löwen die in der Nacht brüllen …

Südafrika übt eine Faszination auf viele von uns aus, die schwer zu beschreiben ist. Wer einmal die endlosen Weiten, die südafrikanische Tierwelt und die tiefe Verbindung zur Mutter Natur erleben durfte, verspürt oft eine unbeschreibliche Sehnsucht, wieder dorthin zu reisen.

Eine besondere und intensive Weise, den Busch und seine Tierwelt zu erleben, ist der Busch-Walk. Der Fokus liegt hier auf den kleineren Gegebenheiten, die oft bei einer Pirschfahrt im Geländewagen zu kurz kommen. Es gibt jedoch ein paar Regeln zu beachten, damit der Fußmarsch für alle Beteiligten ein eindrucksvolles Erlebnis wird.

Bush-Walk – 5 wichtige Regeln

 – Fünf wichtige Regeln

  1. Im Gänsemarsch – und ganz vorne immer der Ranger

Voran gehen der Ranger und am Ende der Gruppe gegebendenfalls ein zweiter Ranger, je nach Gruppengrösse, mit den beiden Gewehren, danach reihen sich die Gäste ein. Dies stellt sicher, dass man ein kleineres Profil abgibt und der Ranger mit seinem geschulten Auge die Tiere viel besser sieht und dann den Rest der Gruppe darauf aufmerksam macht. Wichtig ist auch, dass man in einer homogenen Gruppe zusammen bleibt, sprich keine großen Lücken zu seinem Vordermann lässt. In der Regel ca. eine Armlänge Abstand zwischen den einzelnen Personen.

  1. Gäste bleiben stets hinter dem Ranger

Sowohl Ranger als auch der Zweite tragen in den meisten Fällen ein großkalibriges Gewehr mit sich. Dies wird nur im äußersten Notfall benutzt, denn wer Ranger ist, liebt die Tiere des südafrikanischen Busches und das Ziel eines Busch-Walks ist es, sich mit Hilfe des Windes, der Sonne und ausreichender Deckung an die Tiere anzupirschen, ohne dass diese bemerken, dass sie beobachtet werden. Sollte eine Gefahr drohen, ist es wichtig, dass der Ranger stets zwischen Tier und Gast platziert ist, denn er weiß wie man reagieren muss.

  1. Anweisungen immer befolgen

Egal welche Anweisung der Ranger gibt, dem ist stets ohne zu Zögern und Zweifel nachzukommen. Schnelle Reaktionszeiten sind für die Sicherheit wichtig. Das gefährlichste Tier unter den Big 5 ist übrigens nicht Löwe oder Elefant, sondern der Büffel – und hier speziell die älteren Bullen, die Dagga Boys, die meist allein im Busch auftauchen.

  1. Gehen ohne zu Sprechen – Verständiging per Handzeichen

Während des aktiven Gehens wird nicht gesprochen. Dies dient dazu, dass selbst die kleinsten Geräusche, wie z.B. wenn ein Elefant mit dem Ohr schlägt oder ein Ast abbricht, von den Rangern wahrgenommen werden können. Aus diesem Grund gibt es auch Handzeichen: die erhobene flache Hand heißt Stopp, eine geballte Faust „Gefahr“. Auch für die Gäste gibt es natürlich die Möglichkeit auf sich aufmerksam zu machen, ohne zu sprechen.

Ein einfaches PSSST hört sich noch recht „natürlich“ an und ist wunderbar dazu geeignet die Aufmerksamkeit der Ranger auf sich zu lenken. Desweiteren ist absolute Stille Energie für die Seele: man hört die Blätter im Wind, die zahlreichen Vögel und man kommt sich selbst sehr nahe, wenn man nicht durch Reden abgelenkt ist. Und einer der wichtigsten Aspekte der Ruhe ist, dass man viel bessere Chancen hat, Tiere zu sehen, wie zum Beispiel den scheuen Leoparden.

  1. Niemals Rennen!

Rennen und weglaufen werden als Schwäche ausgelegt und können das eine oder andere gefährliche Tier zum Jagen triggern. Deshalb wird auf keinem Fall im Busch gerannt!
Wir sind langsamer als die meisten Tiere im Busch: selbst ein Nilpferd oder Nashorn würde an uns locker vorbeiziehen! Deshalb „Keep calm und bleibe in jedem Fall bei deinem Ranger!“

Was du noch bei einem Busch-Walk beachten solltest

Die richtige Kleidung – Weil man im Busch keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen möchte, sind neutrale und natürliche Farben bei der Kleiderwahl ein Muss. Am besten trägst du Kleidung in olivgrün, sandfarben, beige oder in Brauntönen. Schwarz, weiss und grelle Farben sind nicht geeignet.

Gute und rutschfeste Schuhe – sind unabkömmlich. Feste Halb- oder Laufschuhe reichen in der Regel aus, dann aber am besten in Kombination mit halbhohen Gamaschen, die verhindern das Grassamen in den Schuh und in die Socken kommen.

Handy auf lautlos – Alle Geräte (wie Handy oder Kameras) müssen auf lautlos geschaltet sein. Selbst das Piepen beim Scharfstellen der Kamera stellt man besser ab.

Nimm genug Wasser mit. Pro Stunde rechnet man in der Regel 0,5 Liter.

Ein kleiner Rucksack bietet nicht nur fürs Wasser sondern auch für Fernglas, Fotoapparat, Müsliriegel und persönliche Medikamente Platz.

Die südafrikanische Sonne ist erbarmungslos und intensiv. Sonnenschutz (mind. LSF 30 besser LSF50) und ein Hut oder eine Schirmmütze sind unerlässlich.

Stelle sicher, dass der Ranger über deine körperlichen Beschwerden Bescheid weiß, z.B. Knie- oder Hüftprobleme, Allergien, Phobien etc.