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Fussballfieber oder noch Baufieber in Südafrika

Die grossen Sommerferien in Südafrika sind zu Ende und das Jahr 2010 ist drei Wochen alt.Es kann jetzt schon ein deutlicher Anstieg des Fussballfiebers der Südafrikaner zur Fussball WM am 12. Juni 2010 beobachtet werden. Deutlich mehr Menschen tragen jetzt schon die Fussballtrikots ihrer Fanmannschaften, auch sind die Schaufenster und Einkaufszentren nach der Weihnachtsdekoration nun ganz im Stil der Fussball WM dekoriert. Die Musikinstrumente "Vuvuzela" und "Kuduzela" bekommt man bereits in den Andenkenläden in Südafrika, aber die Stimmungsmacher für die Stadien werden auch Containerweise in Länder wie Holland und USA exportiert.

Die Kehrseite der Medallie sind dennoch die vielen Baustellen in ganz Südafrika, um die Infrastruktur des Landes deutlich zu verbessern. Da werden die Nationalstrassen (Autobahnen) von drei auf vier und fünf Spuren pro Fahrtrichtung ausgebaut. Die Zubringerstrassen zu den Nationalstrassen werden verbreitert und mit neuem Belag versehen. Die Einkaufszentren werden vergrössert und renoviert. In Johannesburg nimmt der Schnellzug “Gautrain” seine ersten Testfahrten auf. Der neue Flughafen in Durban soll im Mai eröffnet werden. Die Flughäfen in East London und Port Elisabeth werden noch renoviert und in Kapstadt und Johannesburg ist soweit alles fertig. Die Start- und Landebahnen des O.R.Tambo International in Johannesburg warten nun auf die Ankunft der ersten Airbusse A-380. Wollen wir nur hoffen, dass aufgrund der steigenden Flugpreise diese grossen Flieger auch voll in Südafrika landen.

Die meisten Stadien in Südafrika sind fertig und Schulklassen und Touristen werden in Scharen durch die Stadien geführt. Die Stadien sind schon gigantisch anzusehen, aber in so einem leeren Stadium kommt bei mir noch nicht das Fussball WM Feeling.

Die Hotels, Lodges und Bed & Breakfast Unterkünfte sind auch vorbereitet. So erhalten das Personal zusätzliche Ausbildungen in Sprachen und Service der verschiedenen Nationen, die Südafrika zur Fussball WM erwartet. Da kann man echt nur hoffen, dass die Preise für die Unterkünfte nicht wirklich um etwa 400% steigen, wie bereits in Kapstadt festzustellen ist. In einigen Restaurants wird bereits in den Menükarten vermerkt, dass die Preise während der Fussballweltmeisterschaft keine Gültigkeit haben. Hier sollte Südafrikas Tourismusindustrie wirklich bedenken, dass die Fussball WM 45 Tage lang ist, die Besucher der Jahre danach, für die Wirtschaft Südafrikas aber um so wichtiger sind.